DESIGN: Tragfaehig gemacht!

Taschen der Opernfestspiele © Dietmar Baurechttragfaehig gemacht - Schuelerinnen © zVg - HBLA für ModeTaschen der Seefestspiele © Dietmar BaurechtAngela Veres mit ihrer Tasche © Dietmar BaurechtTaschen für die Seefestspiele Moerbisch © Dietmar BaurechtTaschen für die Seefestspiele Moerbisch © Dietmar BaurechtEindrücke bei der Arbeit an den Taschen © Magdalena HöllerEindrücke bei der Arbeit an den Taschen © Magdalena HöllerEindrücke bei der Arbeit an den Taschen © Magdalena HöllerEindrücke bei der Arbeit an den Taschen © Magdalena HöllerEindrücke bei der Arbeit an den Taschen © Magdalena Höller

 „Mode ist natuerlich Kreativitaet, ist aber auch Wirtschaft und stark am Kunden orientiert“, so umreißt Dietmar Baurecht (Kreativwirtschaft Burgenland) kurz die Kooperation zwischen der Hoeheren Bundeslehranstalt (HBLA) für Mode, den Seefestspielen Moerbisch und den Opernfestspielen St. Margarethen.

Schuelerinnen der Hoeheren Bundeslehranstalt für Mode haben Taschen aus Transparenten der Seefestspiele Moerbisch und der Opernfestspiele St. Margarethen gefertigt. 17 kreative Loesungen wurden am 7. Juni in der Hoeheren Bundeslehranstalt für Mode von den Schuelerinnen und der Designerin Magdalena Hoeller präsentiert.

17 Schuelerinnen (Schuljahr 2009/2010) fertigten aus Transparenten der beiden Festspielbetriebe Taschen. Die HBLA für Mode haelt gemeinsam mit ihrem Fachvorstand, Anita Mareich-Kreimer, den Kern dieser Kooperation fest: „Die Schuelerinnen haben sich mit großer Begeisterung und Spaß mit diesem Projekt auseinander gesetzt und versucht, sowohl der Wiederverwertbarkeit von Produkten als auch dem neuen Verwendungszweck gerecht zu werden. Das Herausfiltern der grafischen Elemente und der Aspekt der Wiedererkennung der Werbeplanen machte das Projekt interessant und sollte den Schülerinnen einen Einblick in die Möglichkeiten des kuenftigen Berufslebens geben.“

Die Opernfestspiele stellten der Schule ein großformatiges Transparent der diesjaehrigen Produktion „Die Zauberfloete“ (14. Juli bis 29. August 2010) zur Verfuegung. Für Bernd Breitfellner (Opernfestspiele St. Margarethen) ein faszinierender Zugang: „Diese Initiative ist eine großartige Sache! Dass aus unseren Werbetransparenten Taschen entstehen, ist ein toller Akt der Kreativitaet und zugleich eine Form des Recyclings, die man nur unterstuetzen kann. So leben unsere eigenen Ideen für die Werbung in anderer Form weiter. Aus Transparenten Taschen zu machen, ist auch fuer mich ein Konzept, zu dem ich sage: ‚einfach tragfaehig!‘“.

Aus Transparenten der „My Fair Lady“-Produktion konnten die Schuelerinnen ebenfalls besondere Taschen fertigen. Hier bezogen sie vor allem den Schriftzug der Seefestspiele Moerbisch in ihre Prototypen mit ein. Der Moerbischer Buergermeister Peter Vargyas, der als Vertreter der Seefestspiele bei der Praesentation am 7. Juni in der HBLA für Mode dabei war, ist von den Arbeiten der Schuelerinnen begeistert: „Seit über 50 Jahren sind in Moerbisch die Bereiche Kultur und Mode verbunden. Gisela Alsen, die Gattin von Herbert Alsen und eine damalige Grande Dame der Berliner Modebranche, zeichnete für Jahrzehnte die Entwuerfe der Kostueme. Die Verwertung der Transparente zu modischen Taschen ist also eine logische Weiterfuehrung dieser Symbiose - Kultur und Mode. ‚Wow‘ und Gratulation an die jungen Modeschoepferinnen.“

Dass die Schuelerinnen auch mit den Transparenten der diesjaehrigen Operetten-Produktion „Der Zarewitsch“ (15. Juli bis 29. August 2010) interessante Taschenmodelle fertigen haetten koennen, laesst sich anhand der unterschiedlichen Entwuerfe wohl deutlich erahnen.

Durch eine Exkursion konnten die Schuelerinnen auch einen Einblick in die beiden Kulturbetriebe erhalten. Wichtig war es für Dietmar Baurecht, der als Koordinator des Projektes zur Verfuegung stand, den Nachwuchs im Kreativwirtschaftsfeld Mode zu foerdern. Gemeinsam mit der Designerin Magdalena Hoeller konnten die Schuelerinnen mit diesem außergewoehnlichen Material arbeiten: „Alle Schuelerinnen waren bemerkenswert engagiert und bei der Sache. Es gab einen richtigen Schwall an Fragen. Es war ein spannender und lehrreicher Arbeitsprozess für alle Beteiligten und hat wahrscheinlich den indirekten Grundstein für andere Ideen und moegliche Kooperationen gelegt“, sagt Höller.

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