Als Mitte 2003 das Zentrum für Kreativwirtschaft im Burgenland ins Leben gerufen wurde, kannte man den Begriff Kreativwirtschaft (creative industries) im deutschsprachigen Raum zwar schon, seine Verbreitung im World Wide Web war aber spärlich. Nun, einige Jahre später, hat sich der Begriff im deutschsprachigen Raum (Österreich, Deutschland und Schweiz)  etabliert und unter „Kreativwirtschaft" finden sich heute einige informative Websites, die von Institutionen und verschiedenen Plattformen betrieben werden.

Im Burgenland: Leben in der Wissensgesellschaft bedeutet Arbeiten mit immateriellen Gütern. Die Schaffung, Distribution und Präsentation von kulturellen Produkten bildet innerhalb dieser Wissensgesellschaft einen bedeutenden Arbeitsmarkt, der unter dem Begriff Kreativwirtschaft immer mehr zum wirtschafts- und kulturpolitischen Thema der Regionen und Kommunen wird.

Der analysierte Kultursektor in der Studie schließt die Herstellung, Distribution und Konsumation von Produkten mit hohem Symbolcharakter ein  „Der ökonomische Wert diese Produkte leitet sich von deren abstraktem Wert ab". (Justin O´Connor, Manchester Institute of Popular Culture). Auf dieser Basis konnten im Burgenland insgesamt 2.153 Kulturunternehmen, Kulturvereine und KünstlerInnen in unterschiedlichen Unternehmensformen erhoben werden.

Hochgerechnet ergeben sich daraus rund 3900 Beschäftigte im burgenländischen Kultursektor. In anderen Worten: 4,2 % der erwerbstätigen burgenländischen BurgenländerInnen sind im Kulturbereich tätig. Eine Größenordnung, die in etwa dem Beherbergungs- und Gaststättenwesen des Landes vergleichbar ist.

573 private Unternehmen oder 27% des gesamten Kultursektors im Burgenland verfügen über einen Eigenwirtschaftlichkeitsanteil von mindestens 50% und wurden dem Kernbereich der Kreativwirtschaft zugeordnet. Weitere 16% sind sogenannte „CI-Nomaden" und verdienten im Jahr 2000 weniger als 50% ihres Jahreseinkommens aus einer künstlerischen bzw. kreativen Tätigkeit. Weitere 27% konnten auf Basis des verfügbaren Datenmaterials weder den Kreativwirtschaftsunternehmen noch den CI-Nomaden eindeutig zugeordnet werden. 561 aktive burgenländische Kulturvereine (entspricht 26 % des Kultursektors) und 83 Kulturbetriebe im öffentlichen Eigentum (4%) vervollständigen das Gesamtbild des burgenländischen Kultursektors. 

Erreichen können Sie die Kreativwirtschaft Burgenland unter:

Regionalmanagement Burgenland GmbH
Abt.: Kreativwirtschaft Burgenland
Marktstraße 3, 7000 Eisenstadt
office@kreativwirtschaft.net
+43 (0)5/9010-2434 (Eisenstadt)
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