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2009: Musikinformationstag der österreichischen Independents

Musikinformationstag 2009 © zVg

2009 fand in der Cselley Mühle (Oslip) der erste Musikinformationstag der österreichischen Independents unter dem Titel „Musik - Kultur, Markt und gesellschaftlicher Wert" statt. Veranstaltet wurde dieser Tag gemeinsam vom Zentrum für Kreativwirtschaft und dem VTMÖ (Dachverband unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musikproduzenten Österreichs).

Oft sind es Buzzwords wie Web 2.0, Tauschbörsen und illegale Downloads, die breite Aufmerksamkeit im Kontext der Musikwirtschaft erregen. Die Behauptung einer „blühenden Musiklandschaft" könnte demnach zu einiger Verwirrung führen, nicht zuletzt wenn zeitgenössische Musik im Kontext der österreichischen Popularmusik in diese Behauptung miteinbezogen wird.

Während auf der „klassischen" Seite mit Mozart, Haydn und Liszt tradierte „Popstars" verwertet werden, kann vom gegenwärtig vorhandenen Potenzial Kunstschaffender auf breiter Basis kaum Notiz genommen werden. Die Wertschätzung dem nationalen Produkt gegenüber, sowohl medial als auch publikumstechnisch von Seiten des Publikums, ist endenwollend. Ein regional-nationales Phänomen?

Der Umstand, dass sich auf Basis künstlerischen Schaffens in weiterer Folge kulturelles Leben und Erleben direkt ableitet, bleibt umso weniger diskutiert. Das wirtschaftliche Umfeld ist schwierig, die Strukturen schwächeln zusehends. Dabei wirkt sich gerade strukturelle Arbeit als begleitende Maßnahme zur Förderung von Kunst auf ein nachhaltiges Kulturleben aus.

Doch der Support kann nicht nur der Politik abverlangt werden - die Gesellschaft muss ebenso einen wesentlichen Beitrag leisten, schließlich ist die Nutzung von Musik als Sparte der Kunst allgegenwärtig.

Doch welche Zusammenhänge bestimmen das musikalische Leben und Erleben? Egal welche Mittel zur Schaffung von Musik- oder Tonkunst gebraucht werden, ob Notenblatt oder Musiksoftware, übrig bleibt die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit den einhergehend entstehenden Rechten, Pflichten und Möglichkeiten. Oft bleibt aber das Bewusstsein für Urheberrecht und dessen Relevanz gering.

  • Läuft etwas falsch im Lande Ö? Ist die Musikquote ein Allheilmittel? Was ist die „Quote" überhaupt?
  • Was macht „die" Klassik anders, besser? Läuft sie tatsächlich so viel besser?
  • Und welche Rolle spielt der Aspekt der Regionalität im Zeitalter der digitalisierten Gesellschaft?

Diskutanten unter anderen waren: Viktoria Euler (87er, Kleidermacherei), Christian Hotz (Grafiker, 87er & Schrägstrich Grafikdesign), Thomas Jarmer (Musiker & Grafikdesigner, Eisfischer), Kristian Musser (Musiker, Tanz Baby!), Martin Mühl (Musikjournalist, Popkulturmagazin The Gap), Harald Quendler (Extraplatte - Label und Vertrieb), Josef Schick (Kulturvernetzung Niederösterreich), Joe Streibl (Musikmanager, u. a. Vienna Songwriting Association) usf.

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